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LexisNexis Risk Solutions-Studie zeigt Kostenanstieg von 21 % für Financial Crime Compliance in europäischen Märkten

Nach Einschätzung von Risikoexperten werden die Pandemie und regulatorische Anforderungen die Kosten im Jahr 2021 weiter in die Höhe treiben
18/05/2021

BERLIN — LexisNexis® Risk Solutions hat heute die Ergebnisse der neuesten True Cost of Financial Crime Compliance Study - EMEA Edition veröffentlicht. Die Umfrage unter Compliance-Fachleuten identifiziert die Faktoren, die Financial Crime Compliance beeinflussen und zeigt Kostenentwicklungen auf. Die Studie untersucht auch die geschäftlichen Auswirkungen regulatorischer Veränderungen im Financial Crime Compliance Umfeld und identifiziert Herausforderungen und Auswirkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie.

Die Studie stellt fest, dass sich die veranschlagten jährlichen Gesamtkosten für Financial Crime Compliance in den EMEA-Märkten auf 117,5 Milliarden US-Dollar belaufen, wobei Frankreich, Deutschland, Italien und die Niederlande im Jahr 2020 höhere Kosten im Vergleich zu 2019 melden (18,1 %, 20,2 %, 26,6 % bzw. 22,2 %).

Nina Kerkez, Director, Financial Crime Compliance EMEA und Pressesprecherin für die DACH-Region, kommentiert: "In Deutschland stiegen die veranschlagten Gesamtkosten für Financial Crime Compliance in Finanzorganisationen um 20,2 % auf 57,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020. Dies entspricht einem überdurchschnittlichen Anteil an den EMEA-Gesamtkosten, gefolgt von Frankreich und Italien. Finanzinstitute müssen zumindest in absehbarer Zukunft mit einem Anstieg von Finanzkriminalität rechnen und sich besonders gut auf die Risiken vorbereiten."

Siebzig Prozent der Unternehmen erwarten, dass die COVID-19 Pandemie in den nächsten 12 bis 24 Monaten weitere Compliance-Ausgaben erzeugen wird, und gehen davon aus, dass sich 69 % dieser Kosten auf Technologie beziehen werden.

Compliance-Technologie senkt Kosten und Herausforderungen

Unternehmen standen im letzten Jahr vor außergewöhnlichen Herausforderungen. Die Umfrageergebnisse legen jedoch nahe, dass Finanzinstitute, die Technologie als Eckpfeiler ihrer Compliance-Programme einsetzen, im Vergleich zu anderen Unternehmen, deutliche Vorteile haben. Diese Unternehmen hatten es leichter, die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen, da die Technologie eine schnellere Anpassung an die sich ändernden regulatorischen Anforderungen ermöglichte. Compliance-Experten berichteten, dass ein technologisch ausgerichtetes Financial Crime Compliance Programm ihnen trotz der Herausforderungen ein besseres Verständnis für die Kunden ermöglicht und Erkenntnisse liefert, die zur Verbesserung der Kundenbeziehungen beitragen.

Die Umfrageteilnehmer geben an, dass eine erhöhte Zuweisung von Mitteln für Technologielösungen für Financial Crime Compliance es Mitarbeiter ermöglicht höherwertigere Aufgaben zu erfüllen. Dies ist besonders wichtig für Compliance-Experten in der EU, die sich mit den Auswirkungen von COVID-19 und den vermehrten oder sich ändernden regulatorischen Anforderungen in Form der 5. und 6. EU-Geldwäscher Richtlinie auseinandersetzen müssen.

Unternehmen in der EMEA-Region, die mehr als 50 % ihres Budgets für Technologie ausgeben, haben vergleichsweise niedrigere durchschnittliche jährliche Compliance-Kosten in Höhe von 44,6 Mio. US-Dollar im Vergleich zu 48,4 Mio. US-Dollar bei Unternehmen, die mehr Geld für Mitarbeiter ausgeben. Diese Firmen profitieren auch von einer geringeren negativen Auswirkung beim Onboarding neuer Kunden, denn nur 26 % der mittleren bis großen Firmen geben dies als Herausforderung an, im Vergleich zu 44 % der Firmen mit unterdurchschnittlichen Technologieausgaben.

COVID-19 Auswirkungen

"Die Pandemie hat neue Herausforderungen für Finanzinstitute und Risikoexperten in der gesamten Region geschaffen. Die Umfrageteilnehmer geben an, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen keinen formalen Prozess zur Identifizierung und Nachverfolgung neu auftretender Bedrohungen haben", sagte Patrick Hinchin, Vice President of Financial Crime Compliance bei LexisNexis Risk Solutions. "Das bedeutet, dass der Zeitaufwand für alltägliche Aufgaben wie das Abklären von Warnmeldungen erheblich gestiegen ist."

Hinchin fügte weiter hinzu: "Die Studie zeigt, dass eine zukunftsorientierte Technologiestrategie die Kosten senken und gleichzeitig die Prozesse im gesamten Compliance-Spektrum verbessern kann. Dadurch können sich Compliance-Teams auf Aufgaben mit höherer Priorität konzentrieren und besser informierte Risikomanagement-Entscheidungen treffen." 

Methodologie

Im Rahmen der EMEA-Studie wurden 380 Entscheidungsträger befragt, die für die Bereiche KYC-Remediation, Sanktionsüberwachung, Transaktionsüberwachung bei Financial Crime und/oder Compliance-Operationen zuständig sind. Zu den vertretenen Unternehmen gehören Vermögensverwalter, Banken, Investment- und Versicherungsunternehmen.

Laden Sie hier ein Exemplar der True Cost of Financial Crime Compliance Study - EMEA Edition herunter.

Über LexisNexis® Risk Solutions
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